4. – 6. Jänner 2018

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Schwarzbauer/Hemmelmayer gewinnen die Planai-Classic 2015

Günter Schwarzbauer und Erich Hemmelmayer (Datsun 240Z) gewinnen die Planai-Classic vor Ingrid Corsmann und Thomas Voglar.

Michael Hintermayer
Fotos: Planai-Classic / Martin Huber


Die wohl schwierigste Ausgabe in der 19-Jährigen Geschichte der Planai-Classic ist zu Ende. Starker Schneefall, Regen der den Schnee in tiefen Matsch verwandelte und der heutige Sturm machten die Planai-Classic 2015 zu einem echten automobilen Abenteuer.

Am besten kamen Günter Schwarzbauer und Erich Hemmelmayer (2547 Punkte) im Datsun 240Z mit den widrigen Bedingungen zurecht. Sie übernahmen auf der Etappe zur Planai Bergprüfung die Führung von Pius Weckerle im Porsche. Nach den Strapazen der letzten drei Tage zeigten sich die Sieger dementsprechend erfreut: „Uns wird die Planai-Classic 2015 in guter Erinnerung bleiben. Wir sind gute Freunde, bei uns gibt es keine lauten Worte. Der Beifahrer muss sich bei so einer Veranstaltung einiges auf sich nehmen, bei Straßenverhältnissen wie gestern. Gestern hat er sicher gesehen, dass wir ein paar Mal am Limit waren. Wir hatten Nebel, dass wir nicht einmal unsere Motorhaube gesehen haben. Wir hatten Eis, Schnee und starken Regen. Da kann ich nur meinem Beifahrer gratulieren. Es ist schwierig in so einer Situation die Nerven zu bewahren. Wir haben darauf hingearbeitet und sind stolz dies miteinander erreicht zu haben“, so Schwarzbauer im Ziel. Natürlich bedeutet der Gesamtsieg auch den Sieg in der Epoche 3.

Den zweiten Platz sichern sich Ingrid Corsmann und Thomas Voglar (3014 Punkte) im VW 1302. Die beiden befanden sich von Beginn an im Spitzenfeld und konnten ihre großartige Platzierung bis in das Ziel verwalten. „Es ist nicht mein bestes Ergebnis, aber sicherlich mein wertvollstes. Und sicherlich das am schwersten erkämpfte Ergebnis. Das gibt einen schon etwas. Es war durch das Wetter eine typische Winterrallye und dadurch eine große Herausforderung. Obwohl ich gestern Abend froh war, dass wir den Stoder nichtmehr fahren mussten“, erklärt Ingrid Corsmann.

Den dritten Platz der Gesamtwertung sicherten sich Franz Brachinger und Gottfried Sommerauer (3084 Punkte) in einem BMW 2002 tii. Dabei setzte Brachinger auf Traktion und verfrachtete kurzerhand eine Kiste mit 50 Kilogramm Nägeln und drei Flaschen Mineralwasser in den Kofferraum seines BMW. „Es war eine wunderschöne Veranstaltung. Gestern unvorstellbare Straßenverhältnisse. Tiefer Schnee, Eis und Matsch machten das Fahren extrem schwierig. Heute ist aber alles bestens gelaufen, obwohl unser Halda (Wegstreckenzähler) seinen Dienst versagt hat und wir nur nach dem Tacho fahren konnten. Es war uns das Glück gesinnt.“

Werner Fessl und Peter Schöggl (Fiat 124 Abarth) belegen den vierten Rang vor Pius Weckerle und Otmar Schlager im Porsche 911. Rallye-Altmeister Franz Wittmann und Alberto Dona (Porsche 911 T Coupé) konnten bis auf den sechsten Platz vorfahren. Wittmann meinte im Ziel: „Die alten Männer hier fahren ganz schön schnell, jetzt bin ich auch ein alter Mann.“

Die Top-Ten komplettieren Thomas Matzelberger mit Copilot Martin Rettenbacher (MG A Coupé/Sieger Epoche 2), Michael Haberl und Sebastian Haberl, ebenfalls auf einem Porsche 911. Die Plätze neun und zehn sicherten sich Rauno Aaltonen im Mini Cooper und Andreas Aigner im Volvo P1800. Christian Clerici und Peter Rossmanith (Porsche 911) belegen den 16. Gesamtrang vor Rudi Roubinek und Günther Schrems im Volvo 142.

Unvorstellbare Strapazen nahmen die beiden Piloten der Epoche 1 auf sich. Johann Kofler im Sunbeam Supersport und Carlo Hasenöhrl im Austin 7 Single Seater Special fuhren die Planai-Classic 2015 mit einem „unverlöteten“ Wagen, also ohne schützendes Dach und ohne Copilot. Trotz dieser erschwerenden Umstände schlugen sich die beiden Wacker und wurden von den Zusehern mit kräftigem Applaus empfangen. Kofler belegt den 27. Gesamtrang, Hasenöhrl folgt auf dem 29. Platz.

Auch Veranstalter Helmut Zwickl zeigte sich zufrieden: „Es war pures Autofahren. Die Formel 1 ist nicht alles. Hier sieht man, dass man auch mit 60 Jahre alten Autos unter extremen Bedingungen am Limit fahren kann.


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