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Rudi Stohl bei der Planai-Classic: Eine Legende fährt eine Legende

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Rudi Stohl chauffiert einen Pinzgauer: sowohl der Lenkraddreher als auch das Auto haben längst Legenden-Status.

Rudi Stohl, extrem populär in Österreich, fuhr zu einer Zeit, als die Rallyes noch echte Zerreißproben waren und nicht wie heute, Sprint-Bewerbe. Man saß Tag und Nacht am Steuer, man reparierte sich ohne werksunterstützte Service-Teams im Alleingang über die Strecke.
Rudi Stohl gewann mit Franz Wurz die Argentinien-Rallye, 1990 wurde er Zweiter beim WM-Lauf der Elfenbeinküste. Ob East African Safari oder China-Rally, kein Bewerb war ihm zu lang oder zu mühsam, niemand anders war mit so bescheidenen  Mitteln bei Extrem-Rallyes erfolgreicher als der heute 70jährige Wiener. Höhepunkt seiner Karriere war der Titel eines Vizeweltmeisters 1986 in der Gruppe A.
Die Planai-Classic 2017 fährt der Rudi mit einem Steyr-Puch Pinzgauer 710M, Baujahr 1972, als Beifahrer sitzt wieder der Eigentümer Georg Setti neben ihm.
Der Pinzgauer wurde im Jahr 1969 unter der maßgeblichen Leitung von Erich Ledwinka von Steyr-Puch als Nachfolger für den Haflinger entwickelt. Die Serienproduktion wurde 1971 aufgenommen. Der Pinzgauer wird von einem bei Puch entwickelten luftgekühlten Vierzylinder-Benzinmotor angetrieben, der aus 2,5 Liter Hubraum 95 PS entwickelt.