4. – 6. Jänner 2018

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Aaltonen Datsun 2:  (© Foto: Nissan)
Aaltonen Datsun 3:  (© Foto: Nissan)
Aaltonen Datsun 4:  (© Foto: Nissan)

Eine Erfolgsgeschichte: Aaltonen und der 240 Z

Der Datsun 240 Z ist eines der legendärsten Autos in der Geschichte des Rallyesports. Wir sprachen mit dem Test- und Entwicklungsfahrer Rauno Aaltonen über den Klassiker aus Japan.

Michael Hintermayer
Fotos: Planai-Classic/Martin Huber, Nissan
Der Datsun 240 Z und seine Nachfolgemodelle (260 Z und 280 ZX) war schon für den Straßenbetrieb gut aufgestellt. In der stärksten Version leistete sein 2,4 Liter großer Sechszylindermotor 160 PS. Seine dynamische Formgebung, der Sound und die guten Fahreigenschaften machten ihn Anfang der 70er-Jahre zu einem der ersten Sportwagen aus Japan, der auch am europäischen Markt Fuß fassen konnte.
Der „Rallyeprofessor“ Rauno Aaltonen bekam ein Jahr nach dem Erscheinen des 240 Z den Auftrag, aus dem Serienwagen einen siegfähigen Rallyeboliden zu formen. Im Rahmen der Planai-Classic erzählte der Finne über die dreijährige Entwicklungsarbeit. „Gleich am Anfang bin ich die Rallye Monte Carlo mit dem 240 Z gefahren. Aber nicht im Bewerb, sondern exakt 24 Stunden nach der Rallye. Dabei wurde alles aufgezeichnet, wie die Temperatur der Bremsen, des Motors und der Hinterachse. Auch der Einlenkwinkel, wo und wie oft ich ausgekuppelt habe… das alles wurde vermerkt. Insgesamt waren es 48 Punkte, die überwacht wurden“, erklärt der „Rallyeprofessor“ die damals schon umfangreiche Entwicklungsarbeit.

„Ein Jahr später haben wir dann bei der Rallye Monte Carlo teilgenommen – im regulären Feld. Wir konnten auf Anhieb auf Platz 5 die Rallye beenden. Ein Jahr später, also 1972, wurden wir Dritter. Im Jahr 1973 hätten wir fast die Monte gewonnen, aber kurz vor dem Ziel hatten wir Probleme mit einer Benzinleitung. Danach habe ich mit dem Auto auch viel für die Safari-Rallye getestet, da ich der einzige Fahrer im Team war, der etwas von der Technik verstand“, erläutert der heute 78-Jährige.

„Das Auto war mit seinem 2,4 Liter Motor immer schnell und hatte ein vergleichsweise geringes Gewicht. Er hatte sehr lange Federwege und die damals beste Traktion. Ich habe den Wagen bis zum kleinsten Detail entwickelt. Das Besondere beim 240 Z ist, dass der Motor relativ weit hinter der Vorderachse platziert ist. Und er hat hinten sehr lange Querlenker, was bedeutet, dass beim Ausfedern die Spuränderung minimal ist – das bringt Traktion“, erklärt Aaltonen die Eigenheiten des Datsun.

Sein größter Erfolg mit dem 240 Z war aber keine nennenswerte Platzierung, sondern „dass wir bei der Rallye Monte Carlo Björn Waldegård im Porsche 911 schlagen konnten.“ Zwar verkaufte sich Datsuns Z-Serie in Europa sehr gut, jedoch existieren heute nur noch wenige Stück des japanischen Sportwagen-Klassikers. Bei der Planai-Classic jedoch bekommt man den 240 Z noch einmal so zu Gesicht, wie die Zuschauer der Rallye Monte Carlo in den wilden 70ern: Auf Eis und Schnee, und das möglichst quer. Günter Schwarzbauer und Erich Hemmelmayer konnten mit ihrem 240 Z die Planai-Classic 2015 gewinnen und wurden im Vorjahr Dritte.

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