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Klaus Fritzinger im Rallye-Saab

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Rennfahrer, Profi-Fußballer und Rallyepilot. Klaus Fritzingers Geschichte ist einzigartig, genauso wie der Saab, mit dem er die Planai-Classic bestreitet.

Michael Hintermayer   Fotos: Hintermayer/Fritzinger privat
Es gibt bekanntlich nur wenige Rallyefahrer, die auch auf der Rundstrecke großer Erfolge feiern konnten, ebenso umgekehrt. Klaus Fritzinger ist einer davon und vor seiner Karriere als Rennfahrer spielte er beim 1. FC Kaiserslautern in der höchsten deutschen  Fußballliga. Fritzinger wurde 1937 in Kaiserslautern geboren und fuhr 1966 sein erstes Tourenwagen-Rennen auf einem Ford GT40. 1971 wechselte er auf einen Ford Capri RS2600 und bestritt mit diesem die erste Saison der legendären Deutschen Rennsport-Meisterschaft. Regelmäßige Fahrten auf das Podium in der hart umkämpften Gruppe 1, sowie der Vizemeistertitel untermauerten Fritzingers einzigartiges Talent. 1974 stieg er in den Rallyesport ein, wo er ebenfalls mit Achtungserfolgen aufzeigen konnte. Drei Mal konnte er die Rallye Tour d´Europe gewinnen, zehn Mal startete er bei WM-Läufen, elf Mal davon bei der Rallye Monte Carlo.

Klaus Fritzinger ist das erste Mal in der Region Dachstein um die Planai–Classic zu bestreiten. „ Ich hab mir die Planai-Classic vor einigen Jahren schon einmal angeschaut, da gab´s noch richtig Schnee, heuer ist leider schon Frühling. Früher bin ich viele Rallyes gefahren, nun sind wir leider älter geworden und starten nur noch bei Historischen Veranstaltungen, wir sind ja nun auch historisch.“

Auf die Frage, warum er trotz seines hohen Alters noch immer hinter das Steuer eines Rallyewagens setzt, meinte er: „Weil man dazugehört. Wenn man nichts anderes gelernt hat im Leben, als Autos zu fahren gehört man zur Familie und bleibt auch dabei. Ich bin nun 77 Jahre alt und immer noch so verrückt.“

Auch der Saab 96 V4 hat, mit dem Klaus Fritzinger die Planai-Classic bestreitet hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Niemand geringerer als Per Eklund saß hinter dem Steuer dieses Wagens. Der Saab 96 V4 schrieb Rallyegeschichte, da er trotz des Vierzylinder Ford-Motors aus dem Modell Granada zwar um einiges besser motorisiert war als mit dem Dreizylinder-Zweitaktmotor, der Konkurrenz war er trotzdem unterlegen. Es brauchte schon einen beherzten Gasfuß, um den buckeligen Saab zu einem ernsthaften Sieganwärter bei Rallyes zu machen und Männer wie Erik Carlsson schafften dies auch. Durch die Technik des „Linksbremsen“, die er in diesem Wagen erstmals anwendete konnte er das Maximum aus dem kleinen Schweden herausquetschen und sogar WM-Erfolge erzielen und so ein Stück Rallyegeschichte schreiben.