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Wie Rauno Aaltonen zum Mini fand

Aaltonen

Rauno Aaltonen und der Mini. Eine Never-Ending-Story. Im Interview verriet der „Rallyeprofessor“ warum er sich bis heute nicht vom Mini trennen kann.

Michael Hintermayer | Foto: Mario Kranabetter

Rauno, wie bist du damals zum Mini gekommen?
„Ich habe damals einen Mini parken sehen, das war ein halbes Jahr bevor die Ersten bei Rallyes an den Start gingen und habe mir sofort gedacht, dass dies das ideale Rallyeauto ist.“

Warum hast du das sofort gewusst?
„Man kann von außen sehen, ob ein Auto sportlich und schnell fahrbar ist. Voraussetzung dafür ist ein kurzer Überhang vorne und ein mittelmäßiger bis kein Überhang hinten, die Räder müssen weit außen stehen. Außerdem muss der Wagen möglichst leicht und klein sein. Der Mini war zudem damals der einzige Wagen mit quer eingebauten Motor, der die Möglichkeit schaffte, ein Auto mit kurzen Überhang vorne zu konstruieren.“

Was sind die daraus resultierenden Vorteile?
„Der Vorteil ist, dass wenn alle anderen lange brauchten um einzulenken, es der Mini damals wie heute sofort tut. Leistung ist leicht zu generieren, doch wenn das Gesamtpaket nicht stimmt und man die Kraft nicht umsetzen kann, ist und bleibt das Auto unfahrbar.“

Du warst auch Werksfahrer im Mini-Team und hast viele Siege eingefahren. Was war das Geheimnis eurer Erfolge?
„Ja, ich war damals Werksfahrer, zusammen mit Pat Moss. Unsere erste Rallye war die Monte Carlo 1962. Ich blieb bis 1968, also bis zur Schließung. Es war ein super Team, wir hatten die besten Mechaniker und auch die Führung war ausgezeichnet. Steward Turner war ein ausgezeichneter Manager, es hat einfach alles gepasst.“

Warum fährst du den Mini auch heute noch gerne?
„Mir ist einfach egal, welches Auto ich fahre. Ob Front oder Heckantrieb, es muss gut und schnell fahren. Der Mini ist da eben mein Favorit.“