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Clerici & Roubinek: Aller Anfang ist schwer

Christian Clerici und Rudi Roubinek über den Moment der Infektion mit der „Droge Automobil“ und ihren langen Weg zum Fernsehen.

Michael Hintermayer & Fabian Bonora
Fotos: Planai-Classic/Martin Huber

Wie seid ihr auf die „Droge Automobil“ gekommen?
Roubinek: „Ich habe einen Schulfreund gehabt, der hatte einen Vater, der dazumal schon Oldtimer gesammelt hat. Das war eigentlich der erste Kontakt. Da wurde ich dann infiziert.“

Clerici: „Die „Droge“ Auto habe ich als erstes am Mexikoplatz gekauft, nein Spaß! Zum Autofahren habe ich deshalb eine große Affinität, weil ich einen Stiefvater habe, der tatsächlich im Profil ausschaut wie Jochen Rindt. Zusätzlich hat der sich auch für den Jochen Rindt gehalten und Zeit Lebens meiner Mutter ist es ihr nicht gelungen, ihm beizubringen, dass er sich da falsch einschätzt.“

„Mir als Kind hat das natürlich irrsinnig getaugt. Das Auto ist immer gerutscht, es war immer irgendwas los, vor uns waren immer nur Schleicher und Schnecken. Diese wurden dann auch grenzgenial überholt. Natürlich unter Einsatz des Lebens, das hat aber meistens nur meine Mutter gemerkt – ich eben nicht, ich fand ihn super. Und dem wollt ich als junger Mensch dann nacheifern.“

„Ich habe dann mein erstes Auto gleich so wie mein Stiefvater eingesetzt, die Polizei hat mich aber relativ schnell aus dem Verkehr gezogen. Die haben natürlich auf die Jungen mehr geachtet als auf die Alten…“

Was waren eure Traum- bzw. Lieblingsautos – egal ob besessen oder nicht?

Roubinek: „Wenn man autonarrisch ist, kann man sich nicht auf einen Lieblingswagen einigen. Ein Auto was ich aber einmal gern besitzen würde, wäre ein Lotus Elan.“

Clerici: „Die wirklich ganz großen Traumautos kann ich mir nicht leisten. Aber dafür habe ich einmal einen Opel Commodore GSE verkauft, das ärgert mich jetzt im Nachhinein schon. So in grün mit den schwarzen, geklebten Streifen. Was ich auch dummerweise hergegeben habe, war ein Mazda 616. Der war zwar nichts wert, aber hatte vier Türen und war zitronengelb mit gagabraunen Plüschsitzen. Das war damals das erste Bertone-Design für einen Japaner. Das wäre für jetzt für die Planai-Classic ein richtig bombiges Auto. Das Auto steht jetzt bei den Lietz-Brüdern, die nennen das aber nur die gelbe Schande. Den wollte ich schon ewig zurückkaufen. Die wollen aber Geld dafür und ich bin ja nicht deppert.“

„Ansonsten hab ich aber alles was ich brauch. Zum Beispiel meinen BMW M6 aus dem Jahre 1986, den wollt ich immer schon haben und das war eine gescheite Investition. Zudem hab ich halt noch meine Amis.“

Eine Frage die sich viele Leute stellen: Wie seid ihr zum Fernsehen gekommen?

Roubinek: „Über das Basketball spielen. Ich habe Hobbymäßig auf der Uni Basketball gespielt und habe jemanden kennengelernt, der bei einer Fernsehproduktionsfirma gearbeitet hat. Der hat wen gesucht, der als Studentenjob Leute für eine Fernsehsendung castet. Das war mein erster Job und dann hat eins das andere ergeben.“

Clerici: „Fernsehen lernst du nicht, oder wirst auch nicht geboren – hast aber plötzlich ab einem bestimmten Alter Wünsche, wo du Astronaut, Lokführer oder Zuhälter werden willst. Das ergibt sich so. Ich habe Erdöltechnik auf der Montan-Uni studiert und da bin ich mit meinem Humor gegen Wände gelaufen.“

„Dann hab ich mehr Zeit in Wien verbracht und Leute vom ORF kennengelernt. In meiner Zeit als Kellner haben immer alle gesagt ‚Der ist immer so lustig, mach doch einmal ein Casting’. Da bin ich dann auch einfach mal hingegangen, ich hab aber nicht mal gewusst, was das Wort Casting heißt. Ich hab mich dann vor eine Kamera gesetzt und sie haben mich genommen. 1989 hab ich zum ersten Mal die X-Charts moderiert und bist irgendwie plötzlich da drinnen. Ich war dann auch mehr hinter der Kamera, aber es ergibt eines das andere und plötzlich bist du beim Fernsehen. Das war reiner Zufall.“

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