Offizielle Fotoseite der Ennstal-Classic:  (© Ennstal Classic)
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Abenteuer Planai-Classic: Was so alles passieren kann...

Von Helmut Zwickl

Meist kommt der Winter wie auf Knopfdruck schon beim Start in Schladming. Oder auch nicht. Die Bergprüfung auf den Dachstein ist die erste Herausforderung. Denn da fällt auch noch der Schneesturm über das Dachstein Massiv, in manchen Kurven herrscht dann Blindflug. Die Sollzeit wird unmittelbar vor dem Start festgelegt und auf einem Leuchtdisplay angezeigt. Die Frage ist jedes Jahr: mit Ketten oder ohne?

Der zweite Tag beginnt am Alpenflugplatz Niederöblarn. Wir sollten vorausschicken, das die Panai-Classic mit Transponder- und GPS Zeitmessung gefahren wird. Was die Starter auf der Flugplatzlandebahn erwartet ist nicht vorhersehbar: Eis? Schnee? Oder eine apere Piste? Es ist immer das Unvorhergesehene das die Planai-Classic zu einem Abenteuer macht. Auch für den Fall, das die Straßen im Talgrund aper sind, in den Seitentälern des Ennstals ist es meist eisig, da kommt der Föhn nicht rein.

So oder so, der 40er Schnitt ist im Winter immer ein Spiel, das durch mehrere GPS-Messungen in den Sonderprüfungen zur großen Bewährungsprüfung wird. Nur wer den Schlupf seiner Räder dezent im Griff hat, wird in diesem Balanceakt vorne liegen. Das große Driften ist am Sonntag auf der Trabrennbahn in Gröbming angesagt. Auch hier ist das Wetter entscheidend. Es gab Jahre, da war die Oberfläche der Bahn hart gefroren, dann wieder war sie aufgeweicht wie Marmelade. Nach der Trabrennbahn bewegt sich das Starterfeld in Richtung Planai. Ein Höhepunkt sind die zwei Läufe auf den attraktiven Skiberg, der in all den Jahren hervorragend präpariert und stellenweise einer Bobbahn ähnlich war.

Abenteuer ist das, was die Fahrer der Uralt-Autos suchen, die ohne Schlupfregelung, ohne Elektronik, mit Kerzenlicht und Zwischengas, ohne ABS und oft genug ohne Heizung bewegt werden wollen. Die Antwort auf die Frage: kommt der Schnee oder nicht? Bleibt offen.

Foto: (c) Ennstal-Classic | Ondrej Kroutil

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